Zeige dein Kreuz!
Die Bilder und Geschichten zur Aktion
Wegekreuz im Vorgarten des Pfarrhauses
Das Kreuz im Vorgarten des Pfarrhauses in der Dammer Donaustraße wurde vor 21 Jahren, am 18. März 2005, eingeweiht – es ist ein Werk des Neuenkirchener Künstlers Ferdinand Starmann. Aus Eichenholz geschnitzt, erhebt es sich auf rund dreieinhalb Meter Höhe. Die vom Kreuz gelösten Arme Jesu sprechen eine stille, aber eindrückliche Sprache: Sie verkünden den über den Tod triumphierenden Christus – und öffnen sich zugleich als Einladung und zum Segen über alle, die ihm begegnen: Jesus Christus heißt uns willkommen, in jedem Augenblick, was auch immer uns bewegt.
Kreuz in der Kapelle der Familie Wehming in Bokern
Die Ursprünge der Christianisierung in Damme sollen der Überlieferung nach in Bokern – zwischen Damme und Bergfeine – liegen. 851 nach Christus sollen hier die Gebeine des Heiligen Alexander während der Überführung von Rom nach Wildeshausen geruht haben. Es heißt, dass die Prozessionsteilnehmer auf dem Meyerhof in Bokern („Villa Bochorna“) genächtigt haben.
Die heutige Kapelle, an der täglich hunderte von Autofahrern vorbeikommen, wurde um 1880 errichtet – Dokumente dazu gibt es nicht mehr, da der damalige Besitzer (Meyer-Bokern) den Hof 1929 an den Malermeister Wehming aus Damme verkaufte. Bis heute ist die Kapelle im Besitz der Familie Wehming.
Alle, die an der Kapelle vorbeikommen, sind eingeladen innezuhalten, vielleicht auch anzuhalten und einen Blick in die Kapelle, auf das Kreuz zu richten.
Hofkreuz Jans-Wenstrup in Wahlde
Das Hofkreuz der Familie Jans-von Wahlde wurde im Jahr 1895 am Wahlder Kirchweg errichtet. Nach dem Straßenbau in den 1960er Jahren geriet es zunehmend in den Hintergrund. Anlässlich ihrer Silberhochzeit gestalteten Clemens und Maria Jans-Wenstrup die Kreuzanlage im Jahr 1990 neu und versetzten sie gut sichtbar an die Straße. Der alte Korpus wurde von Ferdinand Starmann restauriert.
Möge das Hofkreuz uns und den vielen Wanderern ein Glaubenszeugnis sein – verbunden mit der Bitte, die auch auf der Tafel am Kreuz steht:
„Herr, verlaut us nich!“
Hofkreuz der Familie Werner Maue, Fangkampe
Die Mutter Elisabeth Maue, geb. Geise, hatte zeitlebens darauf gedrängt, ein Kreuz auf dem Grundstück zu errichten. Sie hatte im Krieg ihren Mann verloren, war 1945 von Pommern vertrieben worden und in ihre alte Heimat zurückgekehrt. Die Kinder, vier Söhne und zwei Töchter, damals noch klein, fanden hier einen guten Anfang. Sie selbst erreichte ein Alter von 89 Jahren und konnte den Lebensweg ihrer Kinder lange begleiten. An ihrem 90. Geburtstag, am 16. Mai 1999, den sie leider nicht mehr erleben konnte, wurde das Kreuz eingesegnet. Bis auf den Corpus hat es der Sohn Werner selbst gefertigt und aufgestellt.
Wegekreuz von Elisabeth Vogelsang an der Steinfelder Straße in Damme
An der stark befahrenen Kreuzung von Lembrucher und Steinfelder Straße in Damme setzt seit einigen Jahren eine besondere Kreuzanlage einen bewusst gewählten Gegenpol zum geschäftigen Straßenverkehr. Sie entstand auf Initiative von Elisabeth Vogelsang, die sich das Kreuz anlässlich ihres 60. Geburtstags wünschte. Ihr Anliegen war es, an der vielbefahrenen Stelle, an der die Straßen aus Vechta und vom Dümmer in Richtung Innenstadt zusammenlaufen, einen Ort der Ruhe und des Innehaltens zu schaffen.
Mit der Gestaltung beauftragte sie den Künstler Ferdinand Starmann aus Neuenkirchen. Er entwarf und fertigte das 2,80 Meter hohe und 1,40 Meter breite Kreuz aus Cortenstahl, während der Corpus und der Schriftzug „INRI“ aus Edelstahl bestehen. Auch die Materialwahl ist Teil der symbolischen Aussage der Anlage: Der vom Rost geprägte Cortenstahl verweist auf Leid, Tod und Vergänglichkeit. Christus hingegen tritt aus dem Kreuz hervor und scheint frei in dessen Öffnung zu schweben – als Sinnbild der Auferstehung.
Eine weitere Besonderheit sind die in den Boden eingelassenen Steinplatten, die strahlenförmig auf das Kreuz zulaufen. Dazwischen sind kleine und große Steine eingearbeitet, die symbolisch für die kleinen und großen Sünden des Menschen stehen. So entsteht an der geschäftigen Kreuzung ein Ort, der Verkehrsteilnehmer für einen Moment innehalten und dem Glauben Raum geben soll. Besonders bei Sonnenschein entfaltet die Anlage dabei eine eindrucksvolle Wirkung, wenn der Corpus aus Edelstahl hell erstrahlt.
Kreuzanlage Grote in Osterfeine (Wiehenkämpen/Wiesengrund)
Seit 2013 prägt eine außergewöhnliche Kreuzanlage den Ort Osterfeine. Ihre Entstehung geht auf eine Initiative von Albert Grote zurück, der damit ein Versprechen erfüllte, das er seiner 2009 verstorbenen Frau Christa gegeben hatte. Statt des ursprünglich geplanten Kreuzes im Garten des Wohnhauses entstand schließlich eine weitaus originellere und zugleich naturverbundene Lösung: Das Kreuz wurde in eine Eiche geschnitzt, die gegenüber dem Wohnhaus der Familie Grote steht. Der Eigentümer des Baumes, Dr. Grottfried Kokenge, stimmte dem Vorhaben zu. In aufwendiger Handarbeit schuf der Künstler und Tischler Hans Deeken aus Gehlenberg bei Friesoythe mit der Kettensäge diese besondere Anlage, deren Umfeld anschließend von der Gärtnerei Wellbrock gestaltet wurde.
Am Muttertag, dem 12. Mai 2013, weihte Pastor Christoph Winkeler das Kreuz ein, das seitdem zahlreiche Besucher in seinen Bann zieht und immer wieder zum Innehalten einlädt. Eine besondere symbolische Tiefe erhält die Anlage durch die in die Baumwurzel geschnitzte Hand. Als „Hand Gottes“ hält und trägt sie das Kreuz und vermittelt eine tröstliche Botschaft: Wer im Leben ein Kreuz zu tragen hat, darf darauf vertrauen, sich in Gottes Hand geborgen zu wissen.
Das Hofkreuz der Familie Rottinghaus in Rottinghausen
Das Kreuz der Familie Rottinghaus in Rottinghausen stammt bereits aus dem 19. Jahrhundert – sein Standort wurde im Laufe der Geschichte mehrfach gewechselt. Der helle Korpus der Christusfigur ist aus Blei gefertigt. In früheren Zeiten befand sich unten am Kreuz ein heute nicht mehr erhaltenes Schild mit der Inschrift „Im Kreuz ist Heil“.
Von Nellinghof nach Reken: Das Hofkreuz von Bernharde Nieters
Zur Geschichte des Kreuzes schreibt Bernharde Nieters aus Groß Reken: „Mein Opa Heinrich Starmann aus Nellinghof hat im Winter 1950 das Kreuz geschnitzt. Es hat einige Stationen in seiner Familie durchlaufen, bis es keine Verwendung mehr fand. Oft habe ich über ein Hofkreuz nachgedacht. Meine Mutter hatte dann die Idee, das Kreuz als Bildstock zu nutzen. Schnell wurde die Idee mit Hilfe von Ferdinand Starmann und Georg Sextro umgesetzt. Nun hat das Kreuz am 13. Juli 2025 mit Gottes Segen in Groß Reken ein neues Zuhause gefunden. Ich bin sehr stolz darauf!“







