St. Viktor Katholische Pfarrei in Damme, Neuenkirchen, Osterfeine und Rüschendorf

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30. Dezember 2018 - Damme

Großartiges Weihnachtskonzert im vollen Dom

Nicht enden wollte die Schlange der Konzertbesucher, die sich vor dem Konzert auf dem Dammer Kirchplatz gebildet hatte, um zum Weihnachtskonzert in den St.-Viktor-Dom zu kommen.

Mit rund 1000 Besuchern war der Dom bis auf den letzten Platz besetzt – und die Besucher erlebten ein grandioses Chor- und Orchesterkonzert  mit weihnachtlicher Musik vom strahlenden Barock bis hin zu Werken der Gegenwart.
Seit einigen Monaten hatten sich die Chorgemeinschaft St. Viktor aus Damme, die Chorgemeinschaft St. Gertrud aus Lohne sowie der Chor „Gehrder Stimmen“ auf das gemeinsame Weihnachtskonzert-Projekt vorbereitet, mehrfach hatten sie sich in der Adventszeit zu gemeinsamen Proben getroffen. In der Generalprobe trafen sie dann auf das ebenfalls bestens vorbereitete Orchester pro musica aus Osnabrück, das zu einem großen Teil eigens von Kirchenmusiker Dr. Gabriel Isenberg für das Konzert geschriebene Orchesterarrangements spielte. Und die Arbeit hatte sich gelohnt: Tief bewegt und vom weihnachtlichen Zauber ergriffen waren die Besucher angesichts der überschwänglichen musikalischen Weihnachtsfreude, die die 175 Musikerinnen und Musiker in ihrem rund 75-minütigen Programm zauberten. Die musikalische Gesamtleitung lag in den Händen von den beiden Chorleitern Peter Zanetti (Lohne) und Dr. Gabriel Isenberg (Damme).
Sowohl bei der ebenfalls sehr gut besuchten ersten Aufführung am Freitag, den 28. Dezember in St. Gertrud Lohne wie auch bei der zweiten Aufführung am Sonntag, den 30. Dezember in St. Viktor Damme lud das adventliche „Tochter Zion“ nach einer orchestralen Einleitung (bearbeitet nach einer Paraphrase von Alexandre Guilmant) zum Mitsingen ein. Nach einer Begrüßung von Pfarrer Heiner Zumdohme (in Lohne durch Dechant Rudolf Büscher) erklang die Hymne „Be still for the presence of the Lord“ in einem Orchesterarrangement des jungen Dammers Philipp Wübbolding. Den Solopart übernahm hierbei die Sopranistin und Chorleiterin der „Gehrder Stimmen“ Steffi Isenberg.
„Angels in the wind“ war ein schwungvolles Weihnachtslied mit eingängigen Melodien und mitreißenden Beats aus der Feder des in Hong Kong wirkenden Komponisten Paul Barker, mit dem die Dammer Chorgemeinschaft in der Vergangenheit bereits mehrfach zusammengearbeitet hat.
Steffi Isenbergs engelsgleiche Sopranstimme kam in den beiden Humperdinck-Werken „Weihnachten“ und „Abendsegen“ (aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel“) zum Klingen, die gemeinsam mit Chor und Orchester den Weihnachtszauber des 19. Jahrhunderts versprühte – gefolgt von Peter Cornelius’ „Die Könige“ (für Sologesang und Orchester, welches den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ als Begleitung spielt).
In mitreißender Weise vereinte das Orchester-Solowerk „A Christmas Festival“ von Leroy Anderson verschiedene bekannte Weihnachtsmelodien aus dem englischsprachigen Raum. Weiter ging es mit mehreren in der englischen Chortradition stehenden Kompositionen von John Rutter und Bob Chilcott. Besonders eindrücklich erklang die wunderschöne, sich immer weiter steigernde Bearbeitung „The First Noel“ von Dan Forrest. Von erhabener Schönheit riss die Sopranistin mit dem weltberühmten Weihnachtslied „O Holy Night“ erneut mit ihrer Stimme alle Konzertbesucher in ihren Bann. Festlich erklangen zum Schluss zwei Sätze aus Camille Saint-Saëns’ Weihnachtsoratorium, bevor die Konzertbesucher begeistert Applaus spendeten. Nach der „offiziellen“ Zugabe – dem von allen gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“ – forderten die Zuhörer noch zwei weitere Zugaben. Damit dankten die Konzertbesucher den Musikern der drei Chöre und des Orchesters, der Solistin und den beiden Dirigenten für die eindrucksvolle, zu Herzen gehende Musik. Und nicht zuletzt zeigten sich auch die Musiker beflügelt von dem überwältigenden Zuspruch der Zuhörerschaft. So machte sich die Weihnachtsfreude bei allen Beteiligten breit und wird sicher noch einige Zeit in ihnen nachklingen.

(Weitere Bilder folgen)