St. Viktor Katholische Pfarrei in Damme, Neuenkirchen, Osterfeine und Rüschendorf

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Kirchen und Kapellen

St. Viktor in Damme

Bau- und Kirchengeschichte

St. Viktor Damme

© Pfarrgemeinde St. Viktor (gis)

Der „Dammer Dom“ St. Viktor

Die Kirche in Damme gilt als die Mutterkirche des altsächsischen Gaues Dersi bzw. Dersaburg. Man kann davon ausgehen, dass es schon im 9. Jahrhundert eine Kirche in Damme gegeben hat. Sie wurde durch den ersten Osnabrücker Bischof Wiho im 8. Jahrhundert gegründet. Die erste Kirche am Ort war ein einfacher Holzbau. Nach der Jahrtausendwende wurde ein einfacher romanischer Kirchbau aus Findlingssteinen mit Turm errichtet. Dieser wurde 1435 durch eine gotische Hallenkirche ersetzt, 1501 durch die Vollendung des Chores erweitert und 1693 nach einem Brand erneuert.

Chorraum St. Viktor Damme

© Pfarrgemeinde St. Viktor (gis)

Der Chorraum

Die Abtrennung vom Bistum Osnabrück und Zuweisung zum Bistum Münster erfolgte 1821/24 (päpstliche Bullen) bzw. 1830/31 (Gründung des Offizialates in Vechta). Das ehemals sehr ausgedehnte Kirchspiel wurde seit dem Mittelalter durch Kirchengründungen in den angrenzenden Orten Steinfeld (1187), Neuenkirchen (vor 1221), Holdorf (1827), Osterfeine (1901) und Rüschendorf (1925) beschränkt.

Bereits 1885 tauchten erste Überlegungen auf, die bestehende Pfarrkirche zu vergrößern. Entgegen den ursprünglichen Plänen der Erweiterung wurde schließlich doch das Kirchenschiff im Jahr 1903 abgerissen. Ein neues, großes neugotisches Kirchenschiff wurde an den stehengelassenen Turm nach den Plänen des Bremer Baurats Heinrich Flügel angebaut. Die neue Kirche wurde am 14. November 1906 durch Bischof Hermann Dinglestad feierlich konsekriert. Die große Vierungskirche wird aufgrund ihrer Ausmaße und der überregionalen Bedeutung im Volksmund als „Dammer Dom“ bezeichnet.
Der alte, in den Neubau integrierte Turm stammt von der romanischen Kirche aus dem 11. Jh., die barocke Haube wurde nach dem Dorfbrand 1691 erstellt. Die meisten Einrichtungsgegenstände stammen von 1910, so die Kanzel von Fritz Ewertz (Münster) und der Hochaltar.

Der äteste Einrichtungsgegenstand ist das Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert. Besonders wertvoll sind die Fenster, die die Hannoveraner Künsterlerfirma Henning und Andres schuf. 1959/60 fand eine große Renovierung der Kirche statt. Die letzte Innenrenovierung erfolgte in den Jahren 2008 bis 2012.

Ausführliche Informationen zum Bau und zur Baugeschichte des „Dammer Doms“ bietet die private Internetseite www.dammerdom.de.

Ausstattung

Orgel

Die Orgel stammt aus der Werkstatt Alfred Führer (Wilhelmshaven) und wurde am 21. Dezember 1975 eingeweiht. Das Instrument mit mechanischen Schleifladen hat 40 Register auf drei Manualen und Pedal und eine elektrische Registertraktur. Als Besonderheit ist ein Schalenglockenspiel eingebaut. Die Registerdisposition bezieht ergänzend zum barocken Werkprinzip besonders im Schwellwerk französisch-romantische Elemente mit ein, was für Orgelwerke der Erbauungszeit noch eine Besonderheit war. Die Schnitzarbeiten am Orgelgehäuse stammen vom heimischen Künstler Ferdinand Starmann (Neuenkirchen) und orientieren sich an den Formen des neugotischen Hochaltars.
Seit der Erneuerung durch Orgelbau Friedrich Fleiter (Münster, Inh. Eberhard Hilse) im Jahr 2013 hat die Orgel auch eine elektronische Setzeranlage mit über 4000 Speichermöglichkeiten.

Pfarrer in Damme

Pfarrer seit der Rekatholisierung Dammes (1623)

1623-1630    Pfr. Arnold Sprickmann
1630-1664    Pfr. Bernard Moorhaus sen. (1634-36 und 1647-50 vertrieben)
1664-1684    Pfr. Bernard Moorhaus jun.
1684-1691    Pfr. Georg Werner Bertling
1692-1705    Pfr. Nikolaus Christoph Vincke
1705-1706    Pfr. Johann Albert Busch
1706-1726    Pfr. Albert Niewedde
1726-1727    Pfr. Bernard Lambert Hüdepohl
1727-1745    Pfr. Johann Ortmann
1745-1769    Pfr. Anton Klumpe
1769-1819    Pfr. Johann Ignaz Brücher
1819-1853    Pfr. Johann Bernard Friedrich Kemphues
1853-1860    Pfr. Gerhard Alexander Kleikamp
1860-1872    Pfr. Christian Wehage
1873-1906    Pfr. Anton Mertz
1906-1923    Pfr. Heinrich Zerhusen
1923-1924    Pfr. Joseph Krapp
1924-1952    Pfr. Heinrich Menslage
1952-1972    Pfr. Bernhard Kohake
1972-2002    Pfr. Hubert Quebbemann
2002-2015    Pfr. Christoph Winkeler
2015-            Pfr. Heiner Zumdohme

Regelmäßig stattfindende Gottesdienste:

Samstags      17.00 Uhr Vorabendmesse
Sonntags       8.00 Uhr Eucharistiefeier
                     11.15 Uhr Hochamt
Montags        18.30 Uhr stille Anbetung
                     19.00 Uhr Eucharistiefeier am Herz-Jesu-Seitenaltar
Mittwochs      8.30 Uhr Eucharistiefeier

Werktags jeweils um 14.30 Uhr Fatima-Rosenkranz.

Die Kirche ist tagsüber zum Besuch geöffnet.

Adresse der Kirche

Kirchplatz, 49401 Damme